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Gewinner SEA 2012

Am 19. April war es soweit, im Rahmen einer Gala in der Hofburg Wien wurden die TOP 10 der Kategorie „Best Project" sowie die „Best Idea" vorgestellt und das herausragendste Projekt, dem 10.000 Euro Preisgeld winkten, bekannt gegeben.

Kategorie "Best Project"

BeeZee Designs & BeeZee EcoKid, Slowenien*

BeeZee EcoKid ist eine naturfreundliche Modelinie für Kleidung, Schmuck, Spielzeug und Heimtextilien, deren Ziel es nicht einfach nur ist, Kinder und ihre Mütter einzukleiden, sondern sie gleichzeitig zu inspirieren und zu schützen, die Liebe zur Natur und Tierwelt weiterzugeben und Kunst als eine Ausdrucksweise der Schönheit der Natur zu feiern.

*Das Projekt erhält den Jurypreis im Wert von 10.000 Euro. Laut den Statuten des Club of sustainable entrepreneurs – Verein für nachhaltiges Wirtschaten muss das Geld diesem oder einem anderen nachhaltige Projekt zu Gute kommen.

bauMax AG, Österreich

2003 erarbeitete die bauMax AG gemeinsam mit NGOs aus der Behindertenbetreuung einen Aktionsplan. Dieser sah folgende Maßnahmen vor:

  1. Schaffung einer zentralen Anlaufstelle bezüglich der Integration von Menschen mit Behinderung in der Unternehmenszentrale
  2. Aufbau eines internen Netzwerkes. Das heißt, pro Land wurden zuständige Personen für die Integration von Menschen mit Behinderung definiert.
  3. Sensibilisierung der Führungskräfte und Mitarbeiter in den Märkten

Cropster GmbH, Österreich

Um nachhaltige Landwirtschaft zu unterstützen, hat die Cropster GmbH die internetbasierte Plattform Cropster C-sar entwickelt. Über diese Plattform können Verarbeiter, wie z.B. Kaffeeröster, Bauern, Forschungseinheiten und Entwicklungsorganisationen die Qualität ihrer Produkte, wie Kaffee, Kakao oder tropische Früchte, kontrollieren und sämtliche Prozesse leichter verfolgen. Somit wird die direkte Kommunikation und der Informationsaustausch zwischen Bauern und Verarbeitern gestärkt.

Das Ziel ist es, durch leichteren Zugang zu Information, ein transparentes Marktsystem zu erschließen. Cropster unterstützt Qualitätsproduktion, den Marktzugang und das Management eines erfolgreichen, kleinen Unternehmens für Bauern. Die nachhaltige Integration der Bauern in Märkte für Qualitätsprodukte ist sehr wichtig, denn nur so können Bauern ein faires Einkommen verdienen. Cropster C-sar unterstützt Bauern in der Produktion und verhilft ihnen dazu, ihren Betrieb professionell zu verwalten und organisieren.

Durch die verbesserte Verwaltung ihrer Produktionsdaten können Bauern leichter die richtigen Entscheidungen treffen und haben relevante Informationen zur Verfügung, die ihnen Zugang zu zusätzlichen Dienstleistungen finanzieller Natur verschafft. Außerdem haben sie relevante Information bei Kontrollen von Zertifizierungsunternehmen schnell zur Hand.

Gugler GmbH, Österreich

"Cradle-to-Cradle" bedeutet "Von der Wiege zur Wiege" anstatt "Von der Wiege ins Grab". Das heißt, dass alle Rohstoffe – technische oder biologische – in geschlossenen Kreisläufen wiederverwertet werden und nicht zu Müll werden.

Das Cradle to Cradle (C2C)‐Konzept wurde durch EPEA Internationale Umweltforschung GmbH (Hamburg, Deutschland) entwickelt. Es stellt eine gute Alternative zur traditionellen Öko‐Effizienz dar. Cradle‐to‐Cradle hat den Anspruch, nicht die Ökoeffizienz (die eingesetzte Menge) zu beurteilen, sondern vor allem die Materialien im Hinblick auf ihre Inhaltstoffe und deren ökologische Auswirkung zu prüfen (ökologische Qualität, Ökoeffektivität). Dabei werden Materialien grundsätzlich als Nährstoffe betrachtet, die dauerhaft in Kreisläufen zirkulieren können, sodass Abfälle erst gar nicht entstehen können.

In diesem Forschungsprojekt wird im Speziellen der Produktionsprozess von Druckprodukten auf seine Umweltverträglichkeit geprüft, und zwar in seinem gesamten Lebenszyklus. Um das C2C-Konzept umsetzen zu können, müssen bestehende Materialien durch umweltverträgliche ersetzt bzw. Komponenten nach bestimmten Kriterien erst neu entwickelt werden.

GLS Bank, Deutschland

Die GLS Bank bietet in Deutschland das breiteste sozialökologische Bankangebot: Von Girokonten, Tagesgeld- und Sparangeboten über Investmentfonds und Beteiligungen bis hin zu Möglichkeiten des Stiftens und Schenkens. Seit Mitte 2011 zählt sie über 110.000 Kundinnen und Kunden und eine Bilanzsumme von über 2 Mrd. Euro.

Aufgrund der hohen Nachfrage konnte die GLS Bank viele neue Mitarbeiter einstellen und die Zahl ihrer Beschäftigten in den vergangenen drei Jahren auf nun rund 380 mehr als verdoppeln.

KAITO Energie AG, Deutschland

Die KAITO AG hat eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung von Selbständigkeit und Unternehmertum in Afrika gegründet. Die Durchführung im Senegal erfolgt über die lokale KAITO-Tochter, in Deutschland über Seminare, Webinare, CSR-Projekte unter der Leitung der KAITO Energie AG. Die Kommunikation und PR wird zugeschnitten für Nachhaltigkeits-Fachkreise, CSR-orientierte Unternehmen, Social Business sowie Afrika-affines Publikum. Zudem erscheint eine begleitende Booklet-Reihe.

Kamaeleon – Recyclingmode für Kinder, Österreich

Kamaeleon sagt über sich selbst: Fantasievoll, nachhaltig und fair – Wir wollen nicht langweilig sondern Spaß. Und wir übernehmen Verantwortung für das, was wir tun. Wir entwerfen witzige Lieblingsstücke aus gebrauchten Männerhemden und Recycling-Fleece-Stoffen.

Wir machen nicht nur Kleidung, wir machen Spielzeug zum Anziehen. Bei uns gehen Papas Hemden in die zweite Runde und aus PET-Flaschen wird ein kuscheliges Lieblingsstück. Und wir vergeben unsere Nähaufträge an Menschen, die sich mit unserer Unterstützung eine Zukunft aufbauen können. Wir lieben Verwandlung.

Malerei Johannes Herbsthofer, Österreich

Nach erfolgreicher Halbierung der klimarelevanten Emissionen wurde 2010 das Ziel, ein klimaneutraler Malerbetrieb zu werden, geschafft. Im Mittelpunkt des Projektes stand es, einen praktikablen Weg zu entwickeln, um die unvermeidbaren indirekten (graue Energie der Produkte) und direkten CO2-Emissionen (betriebliche Mobilität) in den Griff zu bekommen.

Dadurch, und durch die radikale Einschränkung des betrieblichen Verkehrs, wurde ein Vorzeige-Modell geschaffen, indem eine CO2-Kompensation auf Basis der errechneten jährlich anfallenden CO2-Äquivalenten durch regionalen Humusaufbau erfolgt.

Saubermacher Dienstleistungs AG, Österreich

Die Gründungsphilosophie der VISP hatte zwei wichtige Punkte. Einerseits wollte man dem gesteigerten Sperrmüllaufkommen entgegenwirken und andererseits der Langzeitbeschäftigungslosigkeit in NÖ mit zusätzlichen Initiativen entgegenwirken.

Die Sperrmüllaufbereitung und der Verkauf von Waschmaschinen und Altwaren wurden mit der Einführung der EAG-Verordnung aufgegeben. Die Haupttätigkeit der Transitarbeitskräfte und mit Abstand größter Umsatzposten ist zurzeit die Zerlegung von Bildschirmgeräten.

Sonnentor Kräuterhandelsgesellschaft mbH, Österreich

Die Sonnentor Kräuterhandelsgesellschaft sagt über sich selbst: Die Erfolgsgrundlage der lachenden Sonne ist das Bekenntnis zum nachhaltigen und ökologischen Wirtschaften. Leben und leben lassen, Kreislaufdenken und Wertschätzung sind die Basis unseres täglichen Handelns. Heute zählt Sonnentor 167 Mitarbeiter in Österreich und über 150 Bio-Bauern gehören zur SONNENTOR-Familie - insgesamt wurden 500 Arbeitsplätze geschaffen.

In Tschechien wurde 1992, in Rumänien 2006 und in Albanien 2008 mit je einem Partner vor Ort je ein Tochterunternehmen gegründet. Gleiche Motivation, gleiche Ziele wie in Österreich. Unser Unternehmen bietet den Bio-Landwirten langfristig neue Möglichkeiten für Einkommensquellen und trägt so zum Erhalt der klein strukturierten Bauernhöfe und der biologischen Landwirtschaft bei.

Kategorie "Best Idea"

routeRANK, Schweiz

routeRANK ist eine Software zur Reiseplanung. Im Gegensatz zu anderen Lösungen, die jeweils nur auf ein Ver‐kehrsmittel eingehen, berücksichtigt routeRANK die gesamte Reiseroute, in dem es die verschiedenen Verkehrsmittel - Flug, Bahn und Strasse - kombiniert.

In einer einzigen Suchanfrage findet routeRANK's für ein Patent angemel‐detes System die beste Reiseroute, und zwar nach Kriterien wie dem günstigsten Preis, der schnellsten Reisezeit und den niedrigsten CO2-Emissionen.

Kategorie "sea of Excellence"

Felix Finkbeiner, Deutschland

Den ersten „sea of Excellence“ erhält der 14-jährige Felix Finkbeiner aus Deutschland für seine Initiative „Plant for the Planet“. 2007 hatte der erst 9-jährige Finkbeiner die Schülerinitiative mit dem Ziel gegründet, zum CO2-Ausgleich in jedem Land der Erde eine Million Bäume zu pflanzen. Aufgrund seines enormen Erfolges hat er sein Ziel mittlerweile auf 1000 Milliarden Bäume weltweit angehoben. sea-Gründerin Christina Weidinger erklärt, warum ein 14-Jähriger eine Auszeichnung für sein Lebenswerk bekommt: „Mir hat imponiert, dass ein damals gerade mal 9-Jähriger erkannt hat, was jeder Einzelne für eine lebenswertere Welt tun kann.

Es ist beeindruckend, dass sich Felix mit so viel Elan für sein Projekt einsetzt und mittlerweile mehr als 100.000 Kinder und Jugendliche in über 100 Ländern inspiriert hat. Damit ist Felix auch ein Vorbild für alle Erwachsenen. Ein Einsatz für die Nachhaltigkeit hat nichts mit dem Lebensalter zu tun – das beweist Felix mit seiner Initiative Plant for the Planet. Und das ist auch genau der Ansatz, den der sea verfolgt. Wir wollen die auszeichnen, die sich um die Nachhaltigkeit tatsächlich verdient gemacht haben.“